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Was versteht man unter Beatmatching?

Unter Beatmatching versteht man die Anpassung der Tempi zweier Musikstücke. Sowohl beim Mixen von Stücken, als auch beim Überblenden eines laufenden Stücks in das nächste, ist es für den DJ erforderlich, die Geschwindigkeiten (den Beat) der Stücke anzupassen (matchen), um dem Zuhörer/Tänzer einen reibungslosen Übergang zu bieten und ein Durchtanzen während eines Titelwechsels zu erlauben. Grundvoraussetzung ist der gleiche Rhythmus (klassischerweise 4/4 Takt). Dies kann manuell mit den Einstellmöglichkeiten der Platten-/ CD-Spieler oder über Software geschehen. 

Manuelles Beatmatching 

Das manuelle Beatmatching setzt, wie alle DJ-Techniken, ein DJ Deck voraus. Dies besteht aus zwei Platten- oder CD Spieler und einer Mixeinheit. Die Platten- oder CD-Spieler sollen die Anforderungen erfüllen, die ein DJ benötig. Die Abspielgeschwindigkeit (Pitch) muss dafür verstellbar sein. Marktüblich sind bei Plattenspielern +/- 8%. Außerdem sollen die Plattenspieler mit einem Direktmotor ausgestattet sein, sodass sie auch von Hand in der Geschwindigkeit manipuliert werden können, ohne beschädigt zu werden.  

Die Mixeinheit sollte über einen Kopfhörerausgang verfügen, der das Abhören einer Abspieleinheit oder eines Mix über Kopfhörer zulässt, ohne in den für das Publikum zu hörenden Mix einzugreifen. Die weiteren Eigenschaften einer DJ Mixeinheit sollten selbstverständlich auch vorhanden sein.  Läuft ein Stück, so kann der DJ das Stück, welches danach gespielt werden soll, auf  den zweiten Plattenteller legen und über Kopfhörer mit dem Pitchregler des Plattenspielers die Tempi der Stücke anpassen, während nur das erste Stück von Publikum zu hören ist. Das Überblenden in das zweite Stück wird dann als fließend empfunden, während das Überblenden ohne Beatmatching eher als sprunghaft wahrgenommen wird. Die Tänzer müssten sich auf ein neues Tempo einstellen und würden zum Teil zunächst die Tanzfläche verlassen.  

Beatmatching mit Hardware oder Software

Es gibt Software von verschiedenen Herstellern, die das Beatmatching übernimmt. Hierbei werden verschiedene Möglichkeiten der Realisierung gewählt. Eine Möglichkeit ist, dass der DJ das erste Ereignis, das er zur Kennung des Beats auswählen möchte, markiert. Die Software setzt daraufhin auf jedes folgende musikalische Viertel ein sogenanntes Beatgrid. Als Klangereignis bietet sich hier zum Beispiel der Schlag auf die Snare- oder die Basedrum an.  

Mithilfe dieser Einteilungen kann die Software dann ein Beatmatching durchführen. Es gibt auch Software die quantifying anbietet, d.h. sollte das Beatgrid etwas außerhalb des musikalischen Rasters gesetzt sein, so wird es automatisch korrigiert. Im Allgemeinen wird dem DJ geraten, dass er die gesetzten Beatgrids überprüft. Diese Möglichkeit der manuellen Korrektur bietet jedoch nicht jede Software. Einige DJ-Software bietet TempoErkennung mit automatischem Beatmatching an, ohne dass der DJ Markierungen setzen muss.  

Die Zukunft des Beatmachings

Das Anpassen des Tempos eines Stückes an das Tempo eines anderen durch das Verstellen der Umdrehungsgeschwindigkeit des Plattentellers, bzw. der CD, führt auch zur Änderung der Tonhöhe. Jüngerer Software gelingt es, das Tempo des abgespielten Stückes anzupassen, ohne die Tonhöhe zu verändern. Dies kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn ein Mix aus mehreren Stücken gleichzeitig zusammengebaut wird.  

Eine weitere Möglichkeit ist die automatische Tonarterkennung von Musikstücken durch geeignete DJ-SoftwareDie Tonart wird in der Playlist des DJ vermerkt und die Zusammenstellung der Titel kann dann nach Tonarten vom DJ gewählt und gesteuert werden. Auf diese Art und Weise hat der DJ ein wirkungsvolles und sichereres Mittel zur Hand, um die Stimmung im Publikum zu steuern. 

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